VORTRÄGE:

24.4. Geschwister-Scholl-Haus, HS 301
HERMANN NITSCH zum Thema DAS ORGIEN-MYSTERIEN THEATER
Das Orgien-Mysterien Theater arbeitet, wie sein Schöpfer und Begründer, der
österreichische Künstler Hermann Nitsch, an der Idee des „Gesamtkunstwerks“ – und bezieht sich
mit dem Zentrum des OMT, Schloss Prinzendorf in Niederösterreich, auf Richard Wagners
Bayreuth und auf Wagners gesamtkunstwerkliche Arbeit. Nitschs Einfluss auf die europäische und
weltweite Kunst- und Kulturszene ist legendär, seine Aktionen fanden unter anderem am Wiener
Burgtheater statt. Bereits Ende der 50er Jahre hatte Nitsch die Idee zu dem Blutspektakel als
Gesamtkunstwerk aus Musik, Theater und Malerei entworfen, die künftig sein Schaffen bestimmen
sollte. Er nennt es ein „Lebensfest“, in dem er Elemente aus der katholischen Liturgie, der
freudschen Psychoanalyse, der Bibel und kultische Handlungen miteinander vereint. Starke
Sinneseindrücke und psychologische Extremerfahrungen bestimmen seine Kunst, die Verdrängtes
wieder an die Oberfläche bringen soll.
Zeit: Mittwoch, 24.04.2013, 13.00 Uhr
Ort: Geschwister-Scholl-Haus, Hörsaal 301
DAS ORGIEN MYSTERIEN THEATER braucht Akteure. Für die Aktion am 23. Juni im
Centraltheater Leipzig sucht das DAS ORGIEN-MYSTERIEN THEATER zahlreiche Akteure, die
bereit sind, sich an die Grenzen des Bewussten und darüber hinaus zu begeben.
Informationen und Anmeldung unter: www.schauspiel-leipzig.de


25.4. Hörsaal der Theaterwissenschaft, RitterstraßeProfessor Dr. Shinya Takahashi (Chuo University, Tokyo) zum Thema „Utopie im Theater? Heiner Müller und Hisashi Inoue”
Das Theater wird immer wieder als ein Ort der Utopie bezeichnet. Besonders nach
einer Katastrophe scheint diese Funktion zuzunehmen. Nach dem Zusammenbruch
der DDR hat Heiner Müller in seinen Inszenierungen von „Hamlet/Maschine“ und
„Tristan und Isolde“ ein Bild von Utopie (oder Dystopie ?) auf die Bühne gebracht.
Nach den Terror-Anschlägen am 11.09.2001 haben der japanische Dramatiker
Hisashi Inoue und der japanische Regisseur Yukio Ninagawa in ihrem „Bushido“-
Stück „MUSASHI“ (aufgeführt in Tokyo, London, und New York 2010) gleichfalls
ein Bild der Utopie entworfen. Alle drei sind tief von Brecht beeinflusst. Auch nach
der dreifachen Katastrophe in Tohoku sieht man in Japan wieder Theaterstücke oder
Performances mit utopischer Perspektive. Aber kann das Theater wirklich ein Ort der
Utopie sein? Und wenn ja, in welcher Form?.
Zeit: Donnerstag, 25.04.2013, 17.00 Uhr
Ort: Hörsaal des Instituts für Theaterwissenschaft, Ritterstraße 16
Prof. Takahashi ist zur Zeit Fellow am Internationalen Kolleg
„Verflechtungen von Theaterkulturen“ an der FU Berlin.



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