Das Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig Stellungnahme des FSR Theaterwissenschaft

Das Studienfach der Theaterwissenschaft und gleichbedeutend unser Institut verstehen wir als ein unschätzbar wichtiges Fächerangebot der Universität Leipzig. Wir möchten mit dieser Stellungnahme die Relevanz des Instituts für Theaterwissenschaft aus der Sicht der Studierenden verdeutlichen und entsprechend begründen.

Die Auseinandersetzung der Studierenden mit ästhetisch-künstlerischen Thematiken und die Kontextualisierung in gesellschaftliche, politische und soziale Fragestellungen der konkreten Praxis des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens stellen aus unserer Sicht einen großen Mehrwert gesamtgesellschaftlichen Potenzials dar. Für die Theaterwissenschaft der Universität Leipzig bedeutet diese Vorgehensweise ein sowohl theoretisches, praktisches, kreatives als auch deutlich differenzierbares Studienkonzept. Die Studierenden werden mittels der thematischen Aufteilungen und Forschungsschwerpunkte in die Bereiche der Historizität, Kulturgeschichte, Intermedialität und Anthropologie eingeführt und stets begleitend für Wirkungsfelder und Sehweisen des Theaters sensibilisiert. Der praxisbezogene Anteil des Studiums liefert einen unverzichtbaren Beitrag für uns Studierende. Dieser wird in den Seminaren der Theorie-Praxis-Modulen angestrebt, sowie besonders eindrücklich in der Seminaranordnung des szenischen Projektes realisiert. Als eine Besonderheit des Leipziger Instituts möchten wir darauf verweisen, dass sich unsere Dozent_Innen engagieren, insbesondere für die szenischen Projekte, wie auch für theoretischen Module künstlerische Gastdozent_Innen einzuladen. Durch diese Dynamik bekommen die Studierenden regelmäßig die Möglichkeit sich mit anderen Forschungsansätzen beziehungsweisen beruflichen Perspektiven und Tätigkeitsfeldern auseinanderzusetzen.

Durch das facettenreiche Studium werden die Studierenden nicht nur in unterschiedlichste Theorien und Disziplin eingeführt, sondern auch befähigt in vielfältigen Arbeitsbereichen, wie Kulturinstitutionen, Bildungseinrichtungen, sowie der künstlerischen Praxis tätig zu werden.
Innerhalb des Studiums be- und erarbeiten die Studierenden anthropologische, philosophische, kultur- und literaturwissenschaftliche, soziologische und politische Methoden, Theorien, Modelle und Konzepte. Die interdisziplinäre Arbeitsweise, das gegenseitige Bereichern auch zwischen Studierenden und Lehrenden und das gemeinsame Weiterdenken bilden die Qualität und Stärke dieses Studiengangs. Wir Studierende erlernen dabei nicht ausschließlich die Arbeitsweisen geistes- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen, sondern sind zudem aufgefordert und angehalten, uns mit wissenschaftlicher Arbeits- und Ausdrucksweise anderer Fachgebiete auseinanderzusetzen.

Eben diese komplexen und sehr differenzierten Arbeitsmethoden ermöglichen ein individualisiertes Studium der Theaterwissenschaft, welches sich nach persönlichen Schwerpunkten und Interessen der einzelnen Studierenden ausrichtet und bereits in frühen Semestern die Möglichkeit einer Spezialisierung auf ein spezifisches Forschungsthema bietet.
Wir möchten betonen, dass Ergebnisse, Fragen und Betrachtungsweisen dieser Arbeitsschritte trotz der großen Öffnung gegenüber anderen Disziplinen immer wieder konkret auf den Moment, das Phänomen und den Begriff des Theaters in aktuellen, aber auch vergangenen Diskursen bezogen werden. Ohne auf eine starre Definition von Theater, gar von Theaterwissenschaft zu verweisen, möchten wir erneut die bildungspolitische Kraft und gesellschaftliche Wirkung hervorheben, die hinter dramatischen, darstellenden und performativen Aktionen, sowie hinter den Betrachtungen und der Auseinandersetzung mit kunsttheoretischen, aber auch künstlerisch- praktischen Herangehensweisen stehen.

Wir wünschen weiterhin als wertvolles und geschätztes Institut, sowohl auf der Ebene der Lehre, der künstlerischen Produktivität, als auch im Bezug zur Diversität der Volluniversität Leipzig angesehen zu werden.


Mit freundlichen Grüßen,

der Fachschaftsrat Theaterwissenschaft der Universität Leipzig



Leipzig, Januar 2014

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