RINGVORLESUNG



Einladung von Günther Heeg zur großen Ringvorlesung:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen aller Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig lade ich Sie herzlich ein zu unserer Ringvorlesung
"Theaterwissenschaft: Aus Tradition Grenzen überschreiten" ab dem 28. Mai 2014 jeweils um 19.00 Uhr im Hörsaal 6, Hörsaalgebäude, Universitätsstraße 3, 04109 Leipzig.

Theaterwissenschaft ist gegenwärtig in aller Munde. Zum zwanzigjährigen Bestehen des Leipziger Instituts für Theaterwissenschaft stellen wir in einer Ringvorlesung aller deutschsprachigen theaterwissenschaftlichen Institute die unverzichtbare Bedeutung und Aufgabe theaterwissenschaftlicher Forschung im Feld der Humanities vor. Die zeitgleiche Veröffentlichung der "Leipziger Thesen zur Theaterwissenschaft" auf www.nachtkritik.de öffnet die Diskussion über eine zeit-genössische Theaterwissenschaft auch für ein überregionales Publikum.
Theaterwissenschaft ist eine Schlüsseldisziplin der Geisteswissenschaften. Nicht nur ist Theater als Praxis, Kunstform und Institution ein wesentlicher Bestandteil von Kulturen. Auch theatrale Praktiken außerhalb des institutionalisierten Theaters bilden einen wichtigen Faktor im Kommunikationsgefüge von Gemeinschaften. Die Inszenierung des Politischen, die Ästhetisierung des Alltags, Formen der gesellschaftlichen Selbstdarstellung und der Ritualisierung, Reenactments historischer Ereignisse oder öffentliche Spektakel sind Elemente eines Theatergefüges, das Kultur und kulturelles Handeln konstituiert.
Der Gegenstand theaterwissenschaftlicher Forschung setzt Grenzüberschreitungen seit jeher voraus. Aus dem Grundlagenwissen einer Fachdisziplin heraus überprüft und überschreitet Theaterwissenschaft stetig den Stand des Wissens und der theatralen Praxis im transdisziplinären Kontext sowohl der Humanities als auch der Naturwissenschaften. Die vielfältigen Schnittstellen der Theaterwissenschaft mit anderen Fächern, von den Künsten bis zu den Lebenswissenschaften, heben die Vermittlungsfunktion innerhalb der Geisteswissenschaften hervor, die dem Fach aus seiner Grundlagenforschung heraus zukommt. Darüber hinaus eröffnet die transkulturelle Grenzüberschreitung der Theaterwissenschaft die Möglichkeit, in einer sich globalisierenden Welt die Perspektive des/der Anderen zu erforschen und sie gegen Vereinnahmung und hegemoniale Verwertungsversuche zu verteidigen. Als produktiv grenzüberschreitendes Fach ist und bleibt die Theaterwissenschaft auch in Zukunft ein Thema.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. Günther Heeg
Geschäftsführender Direktor
Weitere Termine: 4. Juni, 18. Juni, 2. Juli, 3. Juli, 9. Juli, 16.
Juli 2014.
Informationen auf: http://www.uni-leipzig.de/~thea/index.php?id=207"

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