VON UND MIT THEATERWISSENSCHAFTLER_INNEN

Ende Januar warten gleich drei Produktionen (unter anderem von und mit Studierenden unseres Instituts) auf euch:

KAFKA KOMMT


Kafka - Der Bau
26.-28. Januar | 20:00 Uhr | Werkstattbühne
Unter einer unscheinbaren Moosschicht verbirgt sich ein wundersames System aus Gängen und Höhlen. Der Abstieg führt an einen verlassenen Ort und überall finden sich die Spuren eines vergangenen Lebens. Doch bald pocht ein finsteres Herz leise, aber hörbar. Wer lebt hier? Wer ist der Baumeister? Oder sind es ihrer viele? Durch endlose, lange, gewundene Gänge jagst du durch die seelische Dunkelheit eines unbekannten Wesens und zu dem bedrängenden Gefühl, sich in einem endlosen Labyrinth zu verlaufen, denn jeder Ausweg scheint ein erneuter Eingang in noch tiefere, verborgenere Regionen zu sein, denn du bist der Architekt dieser gigantischen Höhle, in der du dich verlaufen hast.
„Vertrauen kann ich nur mir und dem Bau. Das hätte ich früher bedenken und für den Fall, der mich jetzt so beschäftigt, Vorsorge treffen sollen. Aber das Schönste an meinem Bau ist seine Stille. Plötzlich einmal kann sie unterbrochen werden und dann ist alles zu Ende. Vorläufig aber ist sie noch da.“
KONZEPT, REGIE & BÜHNE: Stefan Prochnow | ASSISTENZ: Maxie Pfannkuchen | MIT: Elias Capelle, Sarah Heinzel, Anna Hoffmeister, Anastasia Korezatkow | WERKSTATTMACHERINNEN: Rahel Häseler, Anne-Cathrin Lessel
Eine Produktion von Stefan Prochnow in Zusammenarbeit mit Werkstattmacher e.V. und LOFFT - DAS THEATER. Gefördert von der Stadt Leipzig, Kulturamt.
www.werkstatt-lofft.de
Werkstatt



DIE (SELBST)NATÜRLICHEN

Zwischen dem Schauspiel „Der natürliche Sohn“ von Denis Diderot und dem Anderen
(Akteure: Felicitas Erben, Anuschka Jokisch, Tim Josefski, Philipp Nerlich und Karsten Zahn | Regie: Rico Dietzmeyer | Dramaturgie: Sina Neueder | Regieassistenz: Anja Schoenwald | Musik: Till Kratschmer | Bühne: Tim Döhler | Ausstattung: Julia Kragh | Kostüme: Henrike K. Fischer | Konzeptzeichnung: Lukas Schletter)
»Sie sind von Gespenstern umringt und ich bin darüber gar nicht erstaunt.
Die Geschichte des Lebens ist launenhaft.
Die Geschichte des Todes ist dunkel.
Und die Ursache des Übels in der Welt scheint so klar.
Die Torheit der Menschen ist mir ein Grauen.
Welche Menge ungeheurer Wesen, deren Schöpfer und Opfer sie zugleich sind.
Erschlagen vom eigenen Selbst. Das innere Wesen – welch ein Monster.«
Der Spinner
Dorval, der tugendhaft Falsche,
Clairville, der emotional Brutale,
Theresia, die souverän Einsame,
Rosalia, die unschuldig Furiose,
- immerfort auf der Suche nach dem eigenen Selbst, verlieren die vier schon bald Zeit und Faden aus den Augen. Dabei liebt er sie doch – und sie liebt ihn. Aber was soll man machen? Er will sie ja auch – und sie will ja auch ihn. Scharaden der Stutenbissigkeit und Balladen brüderlicher Herzenswärme. In Spiralen laufen sie um das Glashaus, das sie ihr Leben nennen, verstricken sich bald in der Leere ihrer Worte und vergehen in der schwarzen Hysterie, die alltäglichen Werte aufrecht zu erhalten – ein Sisyphusspiel der Intrigenarbeit. Und der witzsüchtige Spinner, der heimlich die Strippen zieht, kommt dabei voll auf seine Kosten. Am Ende steht die Frage: Was ist natürlich, wenn eine Leiche ein Auge zukneift?

Spieltermine: 21.+23. Januar, jeweils 20 Uhr, cammerspiele Leipzig 
Edit: ACHTUNG! Die Vorstellung "Die (Selbst)Natürlichen" heute Abend (21.1.) in den Cammerspielen entfällt, stattdessen treffen wir uns heute um 17 Uhr alle zwischen MB und Mensa zur Studentischen Kundgbung gegen Legida!
Eintrittspreise: 9,00 € | 6,00 € (ermäßigt)


SCHERZ, SATIRE, IRONIE UND TIEFERE BEDEUTUNG




Ein Lustspiel in drei Aufzügen nach Christian Dietrich Grabbe
(Regie: Dorothea Wagner | Dramaturgie: Anna-Katharina Müller | Assistenz: Elisa Oehme | Es spielen: Moira Both, Thalja Illerhaus, Lisa Rubin, Eric Schellenberger, Julian Thomas und David Wolfrum)
TEUFEL. Wissen Sie auch, was die Welt ist?
RATTENGIFT. Die Welt –
TEUFEL. – ist nichts weiter, als ein mittelmäßiges Lustspiel, welches ein unbärtiger Engel, der in der ordentlichen, dem Menschen unbegreiflichen Welt lebt, während seiner Schulferien zusammengeschmiert hat.
Nun ist der an intriganten Spielchen interessierte Teufel höchstpersönlich auf die Erde hinaufgefahren, um auf dem Schachbrett Welt seine Figuren herumzuschieben. Dabei landet der höllische Sprössling jedoch gerade in einem Dorf, in dem sich nicht alle Spieler für seine Zwecke einsetzen lassen wollen. Der verrückte Baron und seine reizende Nichte Liddy, der alle Männer verfallen sind, nehmen den Herrn Bischof Teufel aber gerne bei sich auf. Schließlich kann der den schmierigen Herrn von Wernthal mit Liddy verheiraten, ist sie doch schon mit ihm verlobt – der hässliche Mollfels ist aber eher nach ihrem Geschmack. Dazwischen drängt sich der böse Freiherr von Mordax, der die Baronesse entweder heiraten oder totstechen will, je nachdem wie viel der Höllenfürst ihm dafür bietet… Dann gibt es da noch den dauertrunkenen Schulmeister, den hoffnungslosen Poeten Rattengift und den dicken Konrad, die allesamt naiv genug sind, den Teufel nicht als solchen zu erkennen, denn der passt ja schließlich nicht in ihr System. Warum also tut sich der Teufel diese Hölle auf Erden an?


Spieltermine: 29.+30. Januar, jeweils 20 Uhr, cammerspiele Leipzig
Eintrittspreise: 9,00 € | 6,00 € (ermäßigt)
































Keine Kommentare: